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Vertreter von sechs bayerischen kirchlichen Wohnungsunternehmen zu Fachgesprächen in Brüssel

19.04.2013

Von Bayerns acht kirchlichen Wohnungsunternehmen (je eines in den sieben katholischen Diözesen sowie das evangelische Siedlungswerk) haben sich sechs im April 2013 an Fachgesprächen ihrer Bundesarbeitsgemeinschaft in Brüssel beteiligt. Peter-Stephan Englert, Vorsitzender des KWSD Bayern und stellvertretender Vorsitzender des KSD, hatte einen ausführlichen Meinungsaustausch mit dem Schwabacher Europaabgeordneten Martin Kastler arrangiert.

Starke Präsenz zeigten die bayerischen Mitglieder der Bundesarbeitsgemeinschaft der kirchlichen Wohnungsunternehmen bei dessen Sitzung im April 2013 in Brüssel. Der Schwabacher Europaabgeordnete Martin Kastler hieß die Geschäftsführer bzw. Vorstände der Siedlungswerke herzlich willkommen. I Foto: Jan van de Vel (Europäisches Parlament, Kommunikationsdirektion) MdEP Kastler will sich als Mitglied des Sozialausschusses des Europäischen Parlaments für eine verbesserte Förderung des sozialen Wohnungsbaus stark machen. Gerade kirchliche Wohnungsunternehmen in Deutschland leisteten einen unverzichtbaren und vorbildhaften Beitrag, um „bezahlbaren, hochwertigen Wohnraum mit Herz und Seele zu garantieren", wurde deutich. Wer meine, so Kastler, „für erfolgreichen, innovativen Wohnungsbau brauche man lediglich Sand und Steine – der irrt. Wer den Menschen nicht ins Zentrum der Planungen rückt, muss scheitern. Kirchliche Wohnungsbauunternehmen beweisen, dass es auch anders geht".

Bürokratische EU-Bürden wie das vielzitierte Glühbirnenverbot oder die Umrüstungspflicht auf wassersparende Duschköpfe hält Kastler in vielen Bereichen für absolut widersinnig und kontraproduktiv. Vielmehr stehe Europa in der Pflicht, ganzheitliche Ansätze im sozialen Wohnungsbau zu unterstützen: „Sie haben Schlüsselfunktion in der über die Strategie Europa 2020 angestrebten Verringerung der europaweiten Armutsquote." Sehr wohl plädierte Kastler für zusätzliche Förderoptionen bei der Barrierefreiheit und beim generationenübergreifenden Wohnen, für Innovationen im sozialen Wohnungsbau und bei energieeffizienten Sanierungen. Das Europäische Parlament habe die grundsätzlichen Weichenstellungen dafür geschaffen. Nun gelte es, die Details der Umsetzung auf nationaler und regionaler Ebene entsprechend zu gestalten. I Tobias Gotthardt/bs