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St. Gundekar-Werk schafft weiterhin hochwertigen und zugleich bezahlbaren Wohnraum

26.07.2017

Jahresbericht liegt vor – Durchschnittsmiete deutlich unter der in Nürnberg und ganz Bayern

Mindestens 40 neue Wohnungen mit kostengünstiger Miete will das St. Gundekar-Werk Eichstätt in einer auch in ökologischer Hinsicht außergewöhnlichen Anlage in Nürnberg-Katzwang bauen.  |  Reprofoto: Peter Kleindienst Einstimmig hat der Aufsichtsrat der St. Gundekar-Werk Eichstätt Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH deren Jahresabschluss 2016 verabschiedet. Besonders lobte das Kontrollgremium, dass rund zwei Drittel des Wohnungsbestandes des kirchlichen Unternehmens sozial gebunden sind und dass dieses weiterhin hohe Summen investiert, um einkommensschwachen Menschen zu einem guten und bezahlbaren Zuhause zu verhelfen.

Inzwischen liegt der Geschäftsbericht als gedrucktes 36-seitiges Heft vor und ist in der Hauptverwaltung in Schwabach sowie in den Büros in Eichstätt und Ingolstadt erhältlich. Außerdem besteht die Möglichkeit, ihn unter www.gundekar-werk.de als PDF-Datei herunterzuladen. Neben den aktuellen Bilanzzahlen enthält er eine ausführliche Einschätzung der Marktlage sowie eine Vorstellung der markanten Maßnahmen der jüngsten Vergangenheit und der nächsten Zukunft. Zu guter Letzt liefert das St. Gundekar-Werk eine Aufstellung, wo und in welchem Umfang es Wohnungen bietet gemäß seinem Motto „Raum zum Wohnen und Leben“. Von den gesellschaftseigenen 4.487 Mietwohneinheiten (Stand 31.12.2016) befinden sich die meisten, 1.878, im Dekanat Ingolstadt. Die weiteren: 1.291 im Dekanat Nürnberg-Süd, 972 im Dekanat Roth-Schwabach, 119 im Dekanat Eichstätt, 94 im Dekanat Herrieden, 87 im Dekanat Weißenburg-Wemding und 46 im Dekanat Neustadt i. d. Oberpfalz. Dazu kommen noch rund 2.200 für Dritte verwaltete Wohneinheiten.

Die durchschnittliche Kaltmiete pro Quadratmeter Wohnfläche hat beim St. Gundekar-Werk im vergangenen Jahr erstmals die 5,00-€-Marke übersprungen. Mit 5,15 € ist sie immer noch deutlich niedriger als der Durchschnittswert der etwa 450 Mitglieder des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen mit 5,70 €. Und sowieso niedriger als die 7,31 € in der Stadt Nürnberg. Um ein gutes halbes Prozent ist die Fluktuationsquote auf 8,6 Prozent gestiegen. Jedoch übertrifft die Nachfrage das Angebot an frei gewordenen Wohnungen je nach Standort um das Zehn- bis Achtzehnfache.

Um bei seinen Immobilien einen hohen Standard zu halten, hat das St. Gundekar-Werk rund 700.000,00 € mehr als jeweils in den beiden Vorjahren, nämlich 6,6 Mio. €, in die Instandhaltung und Modernisierung gesteckt; dies entspricht 23,50 € pro Quadratmeter Nutzfläche. Schwerpunkte waren hier in Nürnberg-Katzwang, Roth, Neumarkt, Ingolstadt und Stein-Deutenbach. Weitere Arbeiten laufen bzw. sind vorgesehen wiederum in Nürnberg-Katzwang, Roth, Ingolstadt und Stein-Deutenbach sowie Schwanstetten. Neubauten sind geplant in Ingolstadt (etwa 50 Studentenapartments), Schwabach (7 Seniorenmietwohnungen), Nürnberg-Langwasser (Überbauung eines Garagenhofes) und Nürnberg-Katzwang (mindestens 40 Wohneinheiten). Für letztere Maßnahme fand zum Jahresbeginn eigens ein Architektenwettbewerb statt in Abstimmung mit der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern für Bau und Verkehr, um auch im geförderten Wohnungsbau eine außergewöhnlich hohe Qualität in Bezug auf Gestaltung und Ausführung zu erzielen. Die Anlage soll zwischen Frühjahr 2018 und Herbst 2019 in Holzbauweise errichtet werden. Die Finanzierung ist in Anbetracht der Vermögenslage des Unternehmens bereits gesichert.

Die Bilanzsumme betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 179,6 Mio. € (Vorjahr: 174,0 Mio. €). 92,6 Prozent sind langfristiges Vermögen – also 166,3 Mio. € (Vorjahr: 162,0 Mio. €). Der Bilanzgewinn wuchs von 1,6 auf 1,7 Mio. €, die Rücklagen von 50,1 auf 51,9 Mio. €. Die Eigenkapitalquote blieb konstant bei 39,00 Prozent. Diese Leistung wurde erbracht von 58 hauptberuflich und 29 nebenberuflich Beschäftigten. Aufsichtsrat und Geschäftsführung würdigten diesen bemerkenswerten Einsatz anlässlich ihrer Bilanzbesprechung mit dem Rechnungsprüfer des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen.