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St. Gundekar-Werk Eichstätt betreibt Hotel „Schießstätte“ als Studentenwohnheim weiter

09.01.2013

Das bisherige 3-Sterne-Hotel „Schießstätte“ in kurzer Entfernung zum Eichstätter Stadtzentrum wird Studentenwohnheim. Das St. Gundekar-Werk hat das Haus erworben, wird kleine Umbauten vornehmen und es zum Sommersemester 2013 wiedereröffnen.

Der Name des Gebäudes geht auf eine seit dem 16. Jahrhundert auf dem Schießstättberg belegte Anlage zur militärischen Ausbildung der Bürgerwehr zurück. Im Dreißigjährigen Krieg wurde es vollkommen zerstört. In seiner jetzigen Form soll es auf den Baumeister Gabriel de Gabrieli (1671 – 1747), den Begründer des sogenannten Eichstätter Barock, zurückgehen. Als feine Herberge wurde es erst ab 1980 genutzt – und seither immer wieder einfühlsam modernisiert. So konnte Peter-Stephan Englert, Geschäftsführer des St. Gundekar-Werks, als neuer Hausherr jetzt zufrieden feststellen, dass der aktuelle Renovierungsbedarf sehr überschaubar sei.

Bis Ende 2012 hatten die vorherigen Eigentümer das Hotel „Schießstätte“ noch betrieben. Englert möchte es im April dieses Jahres für Studenten schon nutzbar gemacht haben. 26 Apartments sollen entstehen und für durchschnittlich 250,00 € Monatswarmmiete angeboten werden. Im Erdgeschoss sollen eine Gemeinschaftsküche und ein großer Raum als Treffpunkt zur Verfügung stehen. In den oberen Stockwerken sollen individuelle Küchenblocks eingepasst werden.

Auf jeden Fall können sich die künftigen Bewohner über eine wunderbare Lage freuen. Domdekan Willibald Harrer, Leitender Finanz- und Baudirektor sowie Gesellschaftervertreter der Diözese Eichstätt, schwärmte bei einer Hausbesichtigung von dem „Traumblick“ auf die Stadt. Und er meinte: „Da machst du drei Purzelbäume, und schon bist du in der Uni.“

In Eichstätt gehören dem St. Gundekar-Werk unter anderem das Caritas-Pirckheimer-Haus in der Schlaggasse und drei Hochhäuser am Seidlkreuz. Für die Diözese bzw. für die Stiftungen der Katholischen Universität verwaltet es deren Studentenwohnheime mit bislang 423 Plätzen. Das neue Wohnheim wird dann den Namen des 1618 in Ingolstadt verstorbenen Jesuitenpaters Jakob Rem tragen; er gründete die Marianische Kongregation in Deutschland. | bs