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Richtfest für das größte Wohnungsbauprojekt des St. Bruno-Werks seit etwa 50 Jahren

28.07.2015

Rund 15,2 Mio. € investiert die Wohnungsgenossenschaft im Bistum Würzburg, das St. Bruno-Werk, um im Würzburger Stadtteil Sanderau vier alte Mietwohngebäude durch sechs neue zu ersetzen und dabei ein innovatives Energiekonzept aus Grundwasser- und Sonnenscheinnutzung zu verwirklichen. Es handelt sich um das umfangreichste Neubauprojekt des Unternehmens seit den 1960er-Jahren. Am 6. Juli 2015 wurde Richtfest gefeiert.

Richtfest beim St. Bruno-Werk an der Gartenstraße in Würzburg. Zum Erinnerungsfoto stellten sich auf: (von links) Landschaftsarchitektin Angelika Boldt, geschäftsführender Vorstand Frank Hermann, Hausverwaltungsleiter Johannes Zull, Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Adolf Bauer, Aufsichtsrat Klaus Michler, Vorstand Manfred Bätz, Architekt Rainer Kriebel, Aufsichtsrat Dr. Jürgen Lenssen und Vorstand Siegfried Issig. | Foto: Ingrid Weigert Im Frühjahr 2014 hatte das St. Bruno-Werk mit dem Abbruch seiner Nachkriegsbauten an der Gartenstraße in Würzburg begonnen. Sukzessive werden bis 2018 in mehreren Bauabschnitten moderne, energieeffiziente und barrierefreie Neubauten in zeitgenössischer Architektursprache errichtet - insgesamt 71 Mietwohnungen. Künftig verfügen die Häuser über Aufzüge. Alle Wohnungen haben nach Süden orientierte Räume und Loggien. Das erste Haus ist bereits fertig und vollständig vermietet; es wird zum 1. August bezogen. Bei zwei weiteren Häusern läuft der Innenausbau.

Gewinnung von Öko-Energie
Bei Probebohrungen auf dem Grundstück der Wohnanlage fand das St. Bruno-Werk heraus, dass sich dort das Grundwasser zur Energiegewinnung anbietet. Über einen Entnahmebrunnen wird durch moderaten Wärmeentzug aus dem Wasser Energie gewonnen. Ein zweiter. sogenannter Schluckbrunnen leitet das Wasser dann wieder zurück. Die „abgezweigte“ Energie wird für Heizzwecke und die Warmwasserbereitung verwendet.

Außerdem ermöglicht die Südausrichtung der Gebäude die Solarthermie. 112 Sonnenkollektoren mit einer Gesamtfläche von rund 300 Quadratmetern werden zum Einsatz kommen.

Effektive Gebäudedämmung und dreifach verglaste Fenster tragen zusätzlich dazu bei, die Energiekosten auf ein Minimum zu senken. Gegenüber der Energiegewinnung durch fossile Brennstoffe wird laut Berechnungen der Planer pro Jahr der Umwelt ein Ausstoß von rund 300 Tonnen CO2 erspart.

Park anstelle von Kfz-Stellplätzen
Der Innenhof des Gebäudeensembles wird den Bewohnern als grüne Lunge dienen. Zum einen könnten dank Car-Sharings die Kfz-Stellplätze reduziert werden und zum anderen würden die noch benötigten an die Gartenstraße verlegt, erläuterte geschäftsführender Vorstand Frank Hermann. Die Bewohner könnten für ihre Einkäufe Mietfahrzeuge preiswert nutzen. So bleibe der Raum zwischen den Häusern frei von Autos. Offene Rasenspielflächen und Sitzplätze würden der Erholung dienen. Die Gestaltung durch Fußwege und Hecken soll spannende Aus- und Durchblicke eröffnen.