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Diözese Regensburg und ihr Siedlungswerk schieben große Wohnungsbauvorhaben an

05.08.2016

Auf insgesamt 28 DIN-A4-Seiten gibt das Katholische Wohnungsbau- und Siedlungswerk der Diözese Regensburg in Wort und Bild Rechenschaft für das wiederum erfolgreich verlaufene zurückliegende Geschäftsjahr. Der Ausblick zeigt ein Neubauprogramm auf in einer noch nicht dagewesenen Größenordnung.

Das Bistum Regensburg verkündete unlängst vorab schon mit berechtigtem Stolz: „In der Aufsichtsratssitzung der Katholischen Wohnungsbau- und Siedlungswerks der Diözese Regensburg GmbH (KWS) am 6. Juli 2016 wurde ein Wohnungsbauprogramm zur Durchführung freigegeben, das in der Geschichte des Unternehmens einmalig sein dürfte.“ (Siehe: http://www.bistum-regensburg.de/news/dioezese-regensburg-unterstuetzt-und-ermoeglicht-wohnungsbau-4823/.)

Gemeinschaftsunterkunft für 100 Flüchtlinge
Vor allem hebt die Pressestelle des Bischöflichen Ordinariats hervor, dass das KWS für Flüchtlinge bauen wird: Nach monatelangen Verhandlungen und Planungen unter Mitwirkung der Marktgemeinde Regenstauf und einer Bürgerinitiative sowie mit Vertretern der Regierung der Oberpfalz und des Landkreises Regensburg soll in Kürze mit der Errichtung einer Gemeinschaftsunterkunft für 100 Flüchtlinge in Regenstauf auf dem Gelände am Diözesanbildungs- und -exerzitienhaus Schloss Spindlhof begonnen werden. Die Gemeinschaftsunterkunft wird von der Regierung voraussichtlich zehn Jahre lang betrieben. Dank Modulbauweise soll sie bereits zum 1. März 2017 bezogen werden können. Die Diözese Regensburg stellt die für die Errichtung erforderlichen Finanzmittel als nahezu zinsloses Darlehen zur Verfügung. Die Planung des als Vierseithof vorgesehenen Gebäudekomplexes berücksichtigt bereits die Nachnutzung; die Wohnplätze können später in 18 Mietwohnungen umgebaut werden.

Bezahlbare Mieten für Menschen mit schmalem Geldbeutel
Dem Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer ist es ein besonderes Anliegen, dass auf dem aufgrund der massenhaften Flucht aus Kriegs- und Krisengebieten extrem angespannten Wohnungsmarkt auch für Einheimische mit schmalem Geldbeutel noch bezahlbare, sozialverträgliche Mieten möglich sind. Deshalb schiebt er weitere Investitionen an. Z. B. haben der Oberhirte und die Ordinariatskonferenz eine Initiative gestartet, dass kirchliche Grundstücke, also auch von Pfründestiftungen, in Erbbaurecht bereitgestellt werden.

„Mit dem Bau von 88 Wohnungen, mit einem Investitionsvolumen von insgesamt etwa 17 Mio. €, wird noch in diesem, spätestens im Frühjahr nächsten Jahres begonnen“, heißt es in der Veröffentlichung des Bistums. Als Bauorte werden Regensburg-Burgweinting, Schwandorf, Eschenbach, Neustadt/Waldnaab und Tirschenreuth genannt; aus dem KWS-Geschäftsbericht sind ferner Neustadt/Donau und Weiden herauszulesen. Weitere etwa 60 Wohnungen sind in Regenstauf auf dem bereits erwähnten Areal beim Schloss Spindlhof geplant. Alle Vorhaben sollen insbesondere Familien, Alleinerziehenden sowie älteren und behinderten Menschen dienen.

Rund 900 eigene und 400 fremde Wohneinheiten
Die Leerstandsquote beim KWS betrug im zurückliegenden Geschäftsjahr nicht einmal ein halbes Prozent, die Durchschnittsmiete knapp unter 7 € pro m² und Monat. Der Bestand umfasst rund 900 eigene Wohneinheiten (einschließlich zweier Studentenwohnheime) und 400 fremdverwaltete Wohneinheiten. Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung belaufen sich auf rund 4 Mio. €.

Betreuung von derzeit 22 Bauprojekten
Zweites Standbein des KWS ist die Steuerung bzw. Betreuung von Baumaßnahmen auch oder vor allem für Dritte. Derzeit stehen auf der Liste 22 Projekte mit geschätzten Gesamtkosten von 134 Mio. €. Zuletzt waren besonders bemerkenswert die Erweiterung des Maristen-Gymnasiums in Furth b. Landshut und die Generalsanierung der Päpstlichen Basilika St. Jakob in Straubing. Das unternehmenseigene Anna-Schäffer-Haus gegenüber dem Caritas-Krankenhaus St. Josef in Regensburg als „integrative Anlage“ mit 39 Wohnungen und Apartments für Jung und Alt sowie für Menschen mit und ohne Behinderung wird Bischof Dr. Voderholzer am 27. September 2016 feierlich segnen. Der Neubau ist voll vermietet.

Bilanzsumme stieg um über 2 Mio. €
Die Bilanzsumme des KWS für 2015 stieg gegenüber dem Vorjahr um über 2 Mio. € auf knapp 60 Mio. €. Es wurde ein Jahresüberschuss von 412,5 T€ (2014: 445,4 T€) ausgewiesen, wovon der größte Teil, nämlich 381 T€, in die Rücklagen floss.


Der komplette Geschäftsbericht für das Jahr 2015 zum Herunterladen:
KWS-Geschäftsbericht 2015