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Altenpflegemesse diesmal in Nürnberg mit fachlichem Austausch über nachhaltige Wohn- und Versorgungskonzepte

22.01.2015

Die etablierte Messe „Altenhilfe“ kommt heuer nach Franken und bringt hierher einen für Aussteller und Besucher bereichernden Programmpunkt mit, der auch alle interessieren dürfte bzw. sollte, die sich im Kommunalen engagieren: der „Tag der Wohnungswirtschaft“.

Digitalisierung des Wohnens durch altersgerechte Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben Wohnungs- und Sozialwirtschaft müssen eine Sprache sprechen, wenn nachhaltige Wohn- und Lebensräume entstehen sollen – für Personen jeden Alters. Wo liegt der gemeinsame Nenner? Und welche Rollen müssen die Städte und Gemeinden einnehmen? – Der Joseph-Stiftung ist diese Thematik längst vertraut. Mit verschiedenen Beteiligungsgesellschaften, die aus dem in den 1990er-Jahren gestarteten Forschungs- und Entwicklungsprojekt SOPHIA (Sozial Personenbetreuung – Hilfen im Alltag) hervorgingen, und mit ihrem Wohnmodell „In der Heimat wohnen“ hat das kirchliche Wohnungsunternehmen im Erzbistum Bamberg in über anderthalb Jahrzehnten schon reichlich Erfahrung, die Zeichen der Zeit zu deuten und auf die aktuellen Anforderungen des demographischen Wandels zu reagieren. Als erstem Vertreter der Branche in Deutschland wurde ihm 2008 der Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft in der Kategorie „Gesamtkonzept“ verliehen. Für die Messeausrichter, die Vincentz Network GmbH & Co. KG und „Die Johanniter“, ist bei Aktivitäten in (Nord-)Bayern die Joseph-Stiftung der natürliche Mitveranstalter für den „Tag der Wohnungswirtschaft“. Die Messe dauert insgesamt vom 24. bis 26. März 2015; der Mittwoch, 25. März 2015, ist im CongressCenter Nürnberg der Partnerschaft zwischen Wohnungs- und Sozialwirtschaft vorbehalten – von 10:00 bis 16:30 Uhr mit Vorträgen und Podiumsdiskussion, Mittagsimbiss und Kaffeepause, endend mit einem geführten Messerundgang.

Ziel der Veranstaltung ist es, Wohnungs- und Sozialwirtschaft in Kontakt und fachlichen Austausch zu bringen sowie obendrein Gestalter auf politischer Ebene und aus dem Wissenschaftsbetrieb einzubinden. Wie gelingt es den Akteuren, erfolgreich Wohn- und Versorgungskonzepte im vertrauten Umfeld der Menschen zu entwickeln? Welche Rolle spielen hierbei technische Assistenzsysteme (Ambient Assisted Living – AAL)? Welche vorbildlichen Projekte gibt es? Was sind die jeweiligen Kernkompetenzen der Akteure, die es zu stärken gilt? Und welche Rahmenbedingungen müssen kommunal Verantwortliche schaffen, damit Wohnen im Alter, damit Lebens- und Wohnqualität für alle Phasen des Daseins gewährleistet sind und bleiben?

Seine Gedanken über die „sozialpolitischen Anforderungen an den Wohnraum der Zukunft“ verrät zum Auftakt Reiner Prölß, berufsmäßiger Stadtrat für Jugend, Familie und Soziales in Nürnberg. Über altersgerechte Konzepte und Lösungen im gesamten Wohnumfeld informieren Professor Dr. Frieder R. Lang und Dipl.-Psychologin Anja Beyer vom Institut für Psychogeronthologie. Dr. Wolfgang Pfeuffer, Vorstandssprecher der Joseph-Stiftung, stellt Ambient Assisted Living als ein Beispiel für die notwendige Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft vor. Und Thorsten Müller, Fachbereichsleiter für Soziale Dienste / Wohnkonzepte bei den Johannitern, schließt an mit einem Referat unter der Überschrift: „LEBENsraum der Zukunft. Technische Lösungen für eine stabile Mieterschaft im Wohnungsbestand.“

Je einen kurzen Impuls möchten Jörg Kosziol, Vorstand des Bauvereins München-Haidhausen, und Jörn Pötting, Büroinhaber von Pötting Architekten in Berlin, geben mit dem Vergleich von zwei Praxisbeispielen unter dem Stichwort „Quartier 2.0“. Mit dem Plädoyer für die „Wohnung als soziales Gut“ wird Dr. Axel Viehweger, Vorstand des Verbandes Sächsischer Wohnungsunternehmen e. V., überleiten zur Podiumsdiskussion mit dem Titel: „Wohnen und leben im Quartier: Oft propagiert – doch wer geht voran?“ Hier klinken sich auch Xaver Kroner, Direktor des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern), sowie Bernhard Heiming, Leiter des Arbeitskreises Seniorenimmobilien beim Bundesverband freier Wohnungs- und Immobilienunternehmen (BFM), ein. Es moderiert Darren Klingbeil, Leiter der Redaktion Altenhilfe bei Vincentz Network.

Im Internet ist das ausführliche Programm des „Tags der Wohnungswirtschaft“ unter folgendem Link zu finden: http://www.altenpflege-messe.de/themenwelten/tag_der_wohnungswirtschaft. Auch als PDF zum Herunterladen. Und man sich online anmelden.