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Sinnvolles ökologisches Bauen und eine gute soziale Mischung

14.05.2019

Das Mehrgenerationen-Wohnprojekt Allmeind im Regenburger Stadtteil Burgweinting ist seit 10 Jahren ein Erfolgsmodell.

„Zehn Jahre Allmeind“. Das stand in den Laubengängen überall zu lesen. Die Bewohner des Mehrgenerationen-Wohnprojektes Allmeind in Burgweinting gestalteten diese weithin sichtbare Inschrift. Im Jahr 2009 wurde das Haus vom Katholischen Wohnungsbau- und Siedlungswerk der Diözese Regensburg (KWS) gebaut und von den ersten Mietern bezogen. Jetzt feierten die Bewohner mit Vertretern des KWS und Gästen aus dem Stadtteil dieses Jubiläum.

Ludwig Gareis, früherer Geschäftsführer des KWS, zeichnete in seiner Ansprache noch einmal den nicht ganz so einfach Weg hin zu diesem Wohnprojekt.  Er berichtete von den Hindernissen, die in der Planungsphase zu überwinden waren. Aber letztendlich sei wie immer was Schönes daraus geworden. „Darüber freue ich mich zusammen mit allen Bewohnern“, sagte er. Das Mehrgenerationen-Wohnprojekt Allmeind in Regensburg funktioniere und habe sich bewährt. SPD-Stadträtin Dagmar Kick überbrachte die Grüße der Stadt Regensburg und bedankte sich beim Bewohnerverein Allmeind für das bürgerschaftliche Engagement. Es müssten viel öfter gemeinschaftliche Wohnprojekte in Angriff genommen werden, angesichts der großen Vorteile solcher Einrichtungen, sagte Susanne Flynn vom Verein „Urbanes Wohnen München“. Sie appellierte an die politisch Verantwortlichen, weil dadurch sinnvolles ökologisches und flächensparendes Bauen und eine gute soziale Mischung möglich seien.

Barbara Krause ist eine der ersten Mieterinnen. Sie erinnerte sich, wie schwierig es anfangs war, „die Stadtverwaltung von dieser alternativen Wohnform zu überzeugen“. Der Stadtteil Burgweinting habe hier mit drei solcher Projekte heute eine Vorreiterrolle eingenommen.

Uta Hildt, langjährige erste Vorsitzende des Bewohnervereins Allmeind, ließ zehn Jahre Gemeinschaftsleben Revue passieren. Sie lobte das gute nachbarschaftliche Zusammenleben und verschwieg aber nicht, dass es auch manchmal Konflikte gibt. Aber die Bewohnerversammlungen seien das demokratisches Instrument, solche Fälle gemeinschaftlich zu lösen. Hildt dankte allen Bewohnern und letztlich auch den Mitarbeitenden des KWS, die für alle „mehr oder weniger verrückten“ Ideen der Bewohner immer ein offenes Ohr hatten und haben.