Aktuelles

Wohnungswirtschaft gegen Rassismus

20.09.2010

Die Nürnberger Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, der sich auch die kirchlichen Unternehmen St. Gundekar-Werk (Diözese Eichstätt) und Joseph-Stiftung (Erzdiözese Bamberg) zugehörig fühlt, hat auf Initiative der Stadt einen Zehn-Punkte-Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus auf kommunaler Ebene beschlossen. Leitlinien und Verhaltenskodices sollen Chancengleichheit auf dem Wohnungsmarkt (Vermietung und Verkauf) gewährleisten.

Die freiwillige Selbstverpflichtung gegen die Diskriminierung haben außer dem St. Gundekar-Werk und der Joseph-Stiftung folgende Unternehmen unterzeichnet: Alpha Haus und Grundsstücks GmbH, anders WOHNEN e. G., Genossenschaft "Selbsthilfe" e. G., BAUHAUS Bauträger und Immobiliengesellschaft mbH, b.k. baukonzept, Evangelisches Siedlungswerk in Bayern, GBW Management GmbH, Hausbau Bayern, KIB Projekt GmbH, KOCHINVEST Unternehemensgruppe, Postbaugenossenschaft Nürnberg e. G., Siedlungswerk Nürnberg GmbH, Verein Wohnen und Integration im Quartier e. V., wbg Nürnberg GmbH, Wohnungsgenossenschaft Noris e. G., Wohnungsgenossenschaft Nürnberg-Nord e. G.

Unter anderem heißt es bei den Zielen: "Menschen mit unterschiedlichen Wohn- und Lebensgewohnheiten müssen Formen des Zusammenlebens finden, bei denen auf Mentalität, Kultur und Sprache wechselseitig Rücksicht genommen wird, insbesondere auf die Lebensgewohnheiten der bereits ansässigen Bewohner." Ferner: "Bei allen Bauvorhaben sollte das räumliche Umfeld so gestaltet werden, dass interkultureller Austausch und Integration gefördert werden."

Die gemeinsame Erklärung schließt mit einem Ausblick: "Nicht nur ein starker Anfang, sondern ein nachhaltiges und ernsthaftes Fortführen des Prozesses ist notwendig. Deshalb sollten sich die Partner dieses Prozesses mindestens einmal im Jahr treffen, um über Erfolge bzw. Misserfolge und ggf. Verbesserungsvorschläge zu diskutieren." 

Foto: Dieter Barth (wbg)