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KWS gestaltete Ratzinger-Wohnhaus in theologische Begegnungsstätte um

24.09.2012

Den Lebens- und Wirkungsraum des früheren Theologieprofessors Joseph Ratzingers, des jetzigen Papstes Benedikt XVI. kann man jetzt in Pentlich bei Regensburg nachempfinden. Das KWS Regensburg war damit betraut, das 70er-Jahre-Wohnhaus in eine Begegnungsstätte umzugestalten.

Der Heilige Vater Benedikt XVI. hieß früher Dr. Joseph Ratzinger. Als er Theologieprofessor an der Universität Regensburg war, bewohnte er mt seiner Schwester ab 1970 ein damals neu errichtetes, rund 150 m² großes Haus in Pentling – nur wenige Hundert Meter Luftlinie vom Campus entfernt. Nach seiner Berufung 1977 zum Erzbischof von München und Freising nutzte der bald zum Kardinal erhobene Oberhirte sein Regensburger Domizil nur noch bei gelegentlichen Aufenthalten. Das war dann noch seltener, nachdem er 1981 zum Präfekten der Römischen Glaubenskongregation ernannt worden war. Zuletzt betrat er es 2006 bei seinem Heimatbesuch ein gutes Jahr nach seiner Wahl zum Papst. Seit 22. September 2012 ist diese letzte private Wohnstätte Benedikts nun offiziell Begegnungsstätte für an theologischen Studien Interessierten. Das Haus entsprechend zu gestalten, hat das Katholische Wohnungsbau- und Siedlungswerk der Diözese Regensburg (KWS) übernommen im Auftrag der „Benedikt-Stiftung".

Behutsam ließ das KWS die Räume sanieren. Dabei wurde unter anderem das Arbeitszimmer wieder originalgetreu eingerichtet – mit einer Kopie des Schreibtisches, der sich jetzt in der Ewigen Stadt befindet. Das frühere Wohnzimmer dient als Konferenzzimmer, in dem Veranstaltungen für bis zu 25 Personen stattfinden können. Den Eingang ziert eine vom Bildhauer Johann Brunner geschaffene Bronzebüste des zu Ruhm gelangten Bewohners. Erzbischof Dr. Gerhard Ludwig Müller, der bisherige Regensburger Bischof und Anfang Juli 2012 ernannte neue Präfekt der Römischen Glaubenkongregation, segnete das Papsthaus nach der gelungenen Renovierung. Auf der illustren Gästeliste standen Namen wie der des Papstbruders und früheren Domspatzen-Chefs Prälat Georg Ratzinger, des Apostolischen Nuntius’ in Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Périsset, und des Privatsekretärs des Heiligen Vaters, Prälat Georg Gänswein. | bs