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KWS Regensburg weitet Betreutes Wohnen erheblich aus

17.01.2011

„Kennst Du den Nikolaus?“, fragte der mit Stab und Mitra ausgestattete Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller den Dreikäsehoch. Dieser kam an der Hand seines Opas gerade an der neuen Mietwohnanlage des Katholischen Wohnungsbau- und Siedlungswerks der Diözese Regensburg (KWS) in Regenstauf vorbei, als der Regensburger Oberhirte den Neubau am 26. November 2010 segnete.

Des Bischofs Versicherung, der bei Kindern überaus beliebte Geschenkebringer und er seien Kollegen, vermochte den Kleinen nicht beruhigen. Er zerrte wild, als er auf der Stirn bekreuzigt werden sollte. Was hätten andere darum gegeben …

Bischof Dr. Müller hatte sich trotz straffen Programms die Zeit genommen, wenn es die Mieter/innen wünschten, jede der 20 Wohnungen einzeln aufzusuchen und um den Beistand des Herrn zu bitten. Für vielerlei Schicksale hatte er ein offenes Ohr. Und schließlich pflegte Bischof Dr. Müller auch einen regen Meinungsaustausch mit Lokalpolitikern sowie Vertretern der Wohnungswirtschaft und der Caritas am Kaffeetisch im Hermann-Grötsch-Haus. Das nach einem früheren Caritasdirektor benannte Altenpflegeheim ist auch Anlaufstelle für die Bewohner des benachbarten KWS-Gebäudes. Die Caritas hatte dem Wohnungsunternehmen den erforderlichen Grund und Boden veräußert, so dass hier 3- und 2-Zimmer-Wohnungen (je 50 – 70 m²) für Betreutes Wohnen errichtet werden konnten. Erforderliche ambulante Dienste und/oder hauswirtschaftliche Hilfe leistet die örtliche Caritas-Sozialstation.

Siegfried Böhringer, 1. Bürgermeister des Marktes Regenstauf, gab bekannt, dass die über 65-Jährigen in der Gemeinde einen Anteil von fast 20 % der Bevölkerung hätten. Die heutigen Senioren wollten selbst über ihren Tag bestimmen, unabhängig sein und gegebenenfalls Unterstützung erhalten. Die gestiegene Lebenserwartung bedeute einen erhöhten Bedarf an Pflege. Die „Aufbaugeneration“ der Nachkriegszeit habe sich das verdient.

Schon am Ende der Sommerferien, am 15. September 2010, hatte Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller in Furth bei Landshut einen Neubau des KWS Regensburg gesegnet. Hier waren ebenfalls direkt neben dem Caritas-Altenpflegeheim zwölf Einheiten für Betreutes Wohnen errichtet worden. Weitere 18 Einheiten – nach dem gleichen Prinzip – entstehen gerade in Roding (Lkr. Cham). Nachdem MdL Markus Sackmann am 26. Juli 2010 als Staatssekretär im bayerischen Sozialministerium und Nachbar sich am Spatenstich beteiligt hatte, konnte am 10. Dezember 2010 im Schnee schon das Richtfest begangen werden. Im Spätsommer 2011 soll der Bezug erfolgen, was den aus Roding gebürtigen Diözesan-Caritasdirektor Monsignore Bernhard Piendl sehr freut. Die Nachfrage bei Monatskaltmieten (je nach Einkommen) zwischen 4,75 und 6,75 €/m²  ist laut KWS-Geschäftsführer Ludwig groß. Wie in Regenstauf investiert das KWS in Roding rund 2,6 Mio. €; in Furth waren es 1,8 Mio. €.

Ludwig Gareis hebt hervor, dass der KWS-Aufsichtsrat schon vor Jahren die richtungsweisende Entscheidung getroffen hat, das Betreute Wohnen deutlich auszuweiten. Zumindest die soziale Rendite solcher Objekte sei hoch. – 2011 sollen noch Neubauten in Erbendorf (Lkr. Tirschenreuth und Schwandorf) begonnen werden.